Digitale Speisekarte mit Open Source Software

Wer einfach statischen Inhalt auf seiner digitalen Speisekarte darstellen möchte, ist mit PowerPoint bestens bedient. Noch günstiger kommt mit der Verwendung von kostenloser Open Source Software weg - zum Beispiel mit dem Programm "Impress" aus dem Open Office Paket.

*** Open Office Impress
Impress ist eine Präsentationssoftware, ähnlich PowerPoint. Dem geübten PowerPoint Anwender werden sicherlich einige Funktionen fehlen; andere Funktionen sind in den Menüs an ungewohnten Stellen zu finden. Im Prinzip aber lässt sich eine Präsentation erstellen, deren Inhalt beispielsweise eine Speisekarte sein kann - und diese kann als Endlosschleife abgespielt werden.

Hierzu wird am besten auf einem PC im Büro die Präsentation erstellt und dann per USB-Stick oder über das Netzwerk auf den Speisekarten-PC übertragen. Auch auf diesem muss selbstverständlich "Impress" installiert sein.

*** Einsatz von Linux
Open Office läuft nicht nur auf Windows-, sondern auch auf Linux PCs, sodass Kosten für Lizenzen gespart werden können. Selbstverständlich bedarf es wie bei jeder Software einer gewissen Einarbeitungszeit. Linux lässt sich mittlerweile jedoch äußerst schnell, unkompliziert und einfach installieren, - alle bekannteren Linux-Varianten sind mit deutschsprachiger Oberfläche zum kostenlosen Download erhältlich.

*** Woher bekommt man Linux?
Sie haben verschiedene Möglichkeiten:
Wenn Sie eine schnelle Internetverbindung, einen CD- oder DVD-Brenner und einen passenden Rohling zur Hand haben, können Sie Linux einfach aus dem Internet herunterladen und brennen.
Haben Sie das nicht, lohnt sich meist ein Gang zum gut sortierten Zeitschriftenhandel - manchen Computerzeitschriften sind hin und wieder CDs oder DVDs mit Linux-Distributionen beigelegt, sodass sich oft etwas passendes findet.

*** Welches Linux soll man einsetzen?
Da es mittlerweile so viele Linux-"Distributionen" (so nennt man die verschiedenen Varianten) gibt wie Sand am Meer, fällt die Auswahl nicht gerade leicht. Die Basis, der sogenannte "Kernel", der Kern des Betriebssystems, ist übrigens bei allen Linux-Distributionen desselben Ursprungs. Die einzelnen Distributionen unterscheiden sich in der Version und Konfiguration des Kernels und der Auswahl an Software, die dazu geliefert wird.

Zu den bekanntesten Linux-Distributionen gehören

  • Ubuntu
    Für Einsteiger sehr zu empfehlen - basiert auf Debian, wird aber in schnellerem Tempo weiterentwickelt
    http://www.ubuntu.com
  • Debian
    eine sehr stabile Distribution mit gutem Paketmanagement
    http://www.debian.org
  • Knoppix
    Bekannt geworden durch seine sogenannte "Live-CD", von der das gesamte Betriebssystem ohne eine Installation direkt von der CD gestartet werden kann
    http://www.knoppix.de
  • openSUSE
    Eine der ersten deutschsprachigen Distributionen, zu der es immer schon eine kostenpflichtige ENTERPRISE Version mit Support gab
    http://de.opensuse.org/
  • Fedora
    http://fedoraproject.org/de/
  • ... und viele andere.

Welche Distribution nun die "optimale" ist, ist schwer zu sagen. Wenn eine davon optimal wäre, könnte man die Weiterentwicklung der anderen einstellen. Vielmehr hat jede Distribution ihre Stärken und Schwächen, die je nach Anwendungsbereich zur Geltung kommen. Sehen Sie sich einfach auf den Websites um und probieren Sie die Distribution aus, die Ihnen am symphatischsten ist!